{"id":4743,"date":"2022-03-31T12:50:57","date_gmt":"2022-03-31T10:50:57","guid":{"rendered":"https:\/\/candela-ptb.de\/?p=4743"},"modified":"2023-08-02T11:47:10","modified_gmt":"2023-08-02T09:47:10","slug":"immer-auf-augenhoehe-projektkoordinatorin-anna-schaetzlein-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/candela-ptb.de\/de\/immer-auf-augenhoehe-projektkoordinatorin-anna-schaetzlein-im-interview\/","title":{"rendered":"\u201eImmer auf Augenh\u00f6he\u201c | Projektkoordinatorin Anna Sch\u00e4tzlein im Interview"},"content":{"rendered":"\n<p><em>In der Candela berichtet die Gruppe der Internationalen Zusammenarbeit \u00fcber Ereignisse, Neuigkeiten und Fortschritte ihrer Arbeit. In allen Vorhaben spielen die Projektteams eine zentrale Rolle. Dieses Interview bildet den Auftakt einer Interviewserie. Darin m\u00f6chten wir die Personen hinter den Vorhaben besser kennenlernen: Hintergr\u00fcnde, Motivationen, Herausforderungen und vielleicht sogar ein Blick in die Zukunft.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem freundlichen L\u00e4cheln begr\u00fc\u00dft mich Anna Sch\u00e4tzlein aus ihrer virtuellen Kachel. Statt Pinnw\u00e4nden, Projektordnern oder einer Weltkarte an der Wand sieht man im Hintergrund ein Hotelzimmer. Anna ist w\u00e4hrend unseres Gespr\u00e4chs nicht in ihrem B\u00fcro in Braunschweig, sondern auf Dienstreise in Tunesien \u2013 ein Highlight ihrer bisherigen T\u00e4tigkeit in der Gruppe der Internationalen Zusammenarbeit der PTB, wie ich sp\u00e4ter erfahre. Aber nun von vorne: Seit August 2020 arbeitet Anna als Projektkoordinatorin im Referat <em>9.34 Nordafrika und Naher Osten<\/em>. Dort koordiniert sie das Projekt <em>Kompetenzentwicklung zur Qualit\u00e4tssicherung f\u00fcr den Export in Tunesien.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"762\" src=\"https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_016-1024x762.jpg\" alt=\"Anna Sch\u00e4tzlein steht am PTB-Schriftzug am Eingang des Gel\u00e4ndes in Braunschweig.\" class=\"wp-image-4727\" srcset=\"https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_016-1024x762.jpg 1024w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_016-300x223.jpg 300w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_016-768x572.jpg 768w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_016-1536x1144.jpg 1536w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_016-2048x1525.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><em>Seit August 2020 arbeitet Anna als Projektkoordinatorin in der PTB.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Fokus des Vorhabens auf den Bereich Export stellt f\u00fcr Anna eine neue inhaltliche Auspr\u00e4gung in ihrer Arbeit und auch ein spannendes Themenfeld mit viel eigenem Gestaltungspielraum dar. Nach ihrem Abitur im Jahr 2005 und auch w\u00e4hrend ihres Freiwilligen \u00d6kologischen Jahres seien Themen wie Nachhaltigkeit, Umwelt und Klimaschutz immer st\u00e4rker in den Fokus der eigenen Wahrnehmung und somit auch das denkbare Berufsfeld ger\u00fcckt. Auch aus diesem Grund hat sie sich f\u00fcr das Bachelor-Studium <em>Umweltwissenschaften<\/em> entschieden und aufbauend ein Masterstudium im Bereich <em>Umweltplanung<\/em> absolviert. \u201eSeither spielt f\u00fcr mich die Nachhaltigkeitsperspektive in meiner eigenen Arbeit eine gro\u00dfe Rolle\u201c, sagt Anna zu ihrem beruflichen Werdegang. Dieser war stets gekennzeichnet durch zahlreiche Stationen im Ausland. Besonders in Erinnerung geblieben, ist ihr ihre Zeit in Burundi im Jahr 2014\/2015. Dort hatte sie erstmals die M\u00f6glichkeit, Wissen aus ihrem Studium einzusetzen, eigenverantwortlich zu arbeiten und beim Durchf\u00fchren von Trainings vor Ort erste Erfahrungen beim Beraten zu sammeln. \u201eMeine Zeit in Burundi war f\u00fcr mich schon eine Art Schl\u00fcsselmoment. In den durchgef\u00fchrten Trainings konnte ich immer einen direkten Effekt und den Lernfortschritt sehen \u2013 man bekam ein direktes Feedback. Davon profitiere ich noch heute, auch mit Blick auf den zwischenmenschlichen Umgang im Projekt. Mir ist das Lernen und Arbeiten auf Augenh\u00f6he immer sehr wichtig\u201c, schildert Anna. Diese Haltung sei auch f\u00fcr den Aufbau von Qualit\u00e4tsinfrastruktur von gro\u00dfer Relevanz. Der T\u00e4tigkeit in Burundi folgten weitere Stationen im Ausland. Schon w\u00e4hrend ihres Studiums absolvierte sie unter anderem Praktika bei der Deutschen<em>Gesellschaft f\u00fcr Internationale Zusammenarbeit<\/em>(<em>GIZ<\/em>) in \u00c4gypten, wo sie sp\u00e4ter f\u00fcr drei Jahre als Beraterin im Bereich der <em>Partizipativen Stadtentwicklung<\/em> t\u00e4tig war.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Geburt ihres Sohnes zog es sie wieder nach Deutschland, wo heute ihr Lebensmittelpunkt liegt. \u201eIch wollte mehr an meinen Aufgaben wachsen und mich neuen Herausforderungen stellen\u201c, beschreibt Anna ihre Entscheidung f\u00fcr die T\u00e4tigkeit bei der PTB. Interessant sei dabei besonders das breite Aufgabenspektrum und der eigene Gestaltungsspielraum im Tunesien-Vorhaben gewesen. Nat\u00fcrlich war ihre neue Rolle als Projektkoordinatorin auch ein Sprung ins kalte Wasser: der neue Grad der Verantwortung, neue intensive Kontakte zu Partnerinstitutionen und eine neue inhaltliche Auspr\u00e4gung auf den Bereich Export. Das Vorhaben baut auf einem Vorg\u00e4ngerprojekt auf, sodass sie bereits etablierte Strukturen nutzen konnte. \u201eEssenziell war f\u00fcr mich, dass ich schrittweise eingearbeitet wurde, um das Projekt kennenzulernen. Ich sch\u00e4tze die Zusammenarbeit bei uns im Referat sehr. Ich konnte mich zu jeder Zeit bei meinen Kolleginnen und Kollegen r\u00fcckversichern. Unsere Zusammenarbeit ist durch eine warme und herzliche Art bestimmt. Es gibt keine krassen Hierarchien \u2013 wir kommunizieren direkt und auf schnellen Wegen\u201c, sagt Anna. Aber wie kann man sich ihren Arbeitsalltag konkret vorstellen? Sie koordiniert die Aktivit\u00e4ten in ihrem achtk\u00f6pfigen Projektteam, kommuniziert mit Partnern und arbeitet mit Expertinnen und Experten vor Ort. Die Projektkoordination beschreibt sie als eine Art Balanceakt zwischen dem flexiblen Handeln durch aktuelle Bed\u00fcrfnisse und dem Umsetzen dessen, was man sich zu Beginn des Projekts vorgenommen hat. Dort kommt auch wieder das Arbeiten auf Augenh\u00f6he ins Spiel, wobei sie immer um eine gute zwischenmenschliche Beziehung und Stimmung im Team bestrebt sei. Durch die F\u00fclle der t\u00e4glichen Aufgaben beschreibt sie ihre T\u00e4tigkeit ganz passend mit dem Jonglieren von B\u00e4llen: \u201eUnd am Ende des Tages halte ich einfach alle B\u00e4lle in der Luft\u201c, lacht Anna.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"787\" src=\"https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_033-1024x787.jpg\" alt=\"Anna auf dem PTB-Gel\u00e4nde mit fr\u00fchlingshaften Blumen im Hintergrund.\" class=\"wp-image-4732\" srcset=\"https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_033-1024x787.jpg 1024w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_033-300x231.jpg 300w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_033-768x590.jpg 768w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_033-1536x1181.jpg 1536w, https:\/\/candela-ptb.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/D2587_033-2048x1575.jpg 2048w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption><em>Sie freut sich darauf, auch weiterhin an Zukunftsthemen der internationalen Entwicklungsarbeit mitzuarbeiten.<\/em><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Und warum hat sich Anna f\u00fcr eine T\u00e4tigkeit in der Internationalen Zusammenarbeit entschieden? Dort ist vermutlich die famili\u00e4re Pr\u00e4gung nicht von der Hand zu weisen, denn auch ihr Vater war immer viel in der Entwicklungszusammenarbeit im Ausland t\u00e4tig. Urspr\u00fcnglich wollte sie auch gar nicht in diese Fu\u00dfstapfen treten. Die Idee, im allt\u00e4glichen Arbeiten \u00fcber den eigenen Tellerrand zu schauen und etwas gesellschaftlich Sinnhaftes zu tun, macht f\u00fcr sie den Reiz aus. Mit Blick in die Zukunft sieht Anna die gro\u00dfe Herausforderung, ein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Notwendigkeit einer funktionierenden Qualit\u00e4tsinfrastruktur und ihre Wichtigkeit herzustellen. In diesem Bereich ergeben sich immer neue Schwerpunkte und sie freut sich darauf, auch zuk\u00fcnftig an zentralen Zukunftsthemen der internationalen Entwicklungsarbeit mitzuarbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Drei Fragen an\u2026 Anna Sch\u00e4tzlein<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Wie w\u00fcrdest du die PTB in drei Worten beschreiben?<br><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">pr\u00e4zise, gro\u00df, herzlich<\/span><\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"2\"><li>Bitte vervollst\u00e4ndige: <em>Mein Arbeitstag startet normalerweise mit..<\/em><br><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">\u2026dem Sichten meines Kalenders, um die Meetings (aktuell fast nur Videokonferenzen) des Tages im Blick zu haben.<\/span><\/li><\/ol>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" start=\"3\"><li>Welches Ereignis ist dir in deiner bisherigen T\u00e4tigkeit in der PTB besonders in Erinnerung geblieben und warum?<br><span class=\"has-inline-color has-vivid-cyan-blue-color\">Das ist wohl meine aktuelle Dienstreise nach Tunesien. Es ist wirklich toll, nach eineinhalb Jahren des virtuellen Kontakts endlich wieder reisen zu k\u00f6nnen und die Partnerinnen und Partner vor Ort kennenzulernen.<\/span><\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Fotos \u00a9 PTB<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Candela berichtet die Gruppe der Internationalen Zusammenarbeit \u00fcber Ereignisse, Neuigkeiten und Fortschritte ihrer Arbeit. In allen Vorhaben spielen die Projektteams eine zentrale Rolle. Dieses Interview bildet den Auftakt einer Interviewserie. Darin m\u00f6chten wir die Personen hinter den Vorhaben besser kennenlernen: Hintergr\u00fcnde, Motivationen, Herausforderungen und vielleicht sogar ein Blick in die Zukunft. 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